24 Februar 2009

Der Bumerang, der vom Herzen fällt

Mariaschwarz langweilt mit dem Aufbau seiner Kunstwelt mit dem schwarzen See und dem weißen Haus, dem Unfall, der keiner war und dem Geheimnis, das niemand aufzudecken sucht.
Es langweilt mit seiner Auflösung, gefühlte 50 Seiten vor Schluss, und auch mit dem Happy End.
Dazwischen aber gelingt es Julia Roberts, dem Ermittler, der "Maschine, die fühlen kann" im Film des neben ihm sitzenden Nachbarn im Flugzeug, dem Ermittler doch ein wenig Empathie für die Person zu vermitteln, die für ihn der Schlüssel zu seinem Kriminalfall ist.
Von da ab zeigt der Autor, der Leser ist auf Seite 130 angelangt, dass er an sich erzählen kann.
Marionettenhaft werden die Personen wieder, sobald der Ermittler wieder in die Kunstwelt zurückkehrt.
"Ein Stein fiel ihm vom Herzen. Aber es war ein Bumerang", heißt es an einem Kapitelende.
Sollte das ein Bild für den Leser sein, der nach der Lektüre noch im Literaturzirkel über das Buch sprechen muss?
"Heinrich Steinfests Kriminalroman "Mariaschwarz" amüsiert nicht nur, sondern vermittelt mit seinem behutsamen Umfassen des Auseinanderbrechenden Geborgenheit. Und das ist etwas Seltenes in der Literatur geworden", heißt es in der Besprechung der Stuttgarter Zeitung.
Ja, damit wird der Leser das Buch chrakterisieren und loben, dass der Erzähler ein Loblied auf Thomas Bernhard singt.

03 Februar 2009

Marschall Keith bei Hochkirch

Es gelingt Keith nicht, Friedrich davon zu überzeugen, dass die ausgewählte Stellung so schlecht ist, dass sie, koste es, was es wolle, verlassen werden muss. In einer der beiden schwersten Niederlagen Friedrichs II. findet Keith den Tod.
Friedrich rechtfertigte sich später, es habe noch nicht genug Brot als Marschverpflegung gegeben. De Catts Darstellung seiner Gespräche mit Friedrich macht wahrscheinlich, dass dieser von den Nachrichten über den schlechten Gesundheitszustand seiner Schwester so niedergedrückt war, dass er die Mängel seiner Stellung nicht zu sehen im Stinde war.